Schaukelstühle
Man erkennt einen Schaukelstuhl an seinen gebogenen Kufen. Dadurch kann man mit ihm auch schaukeln. Unter den aktuellen Schaukelstühlen befinden sich seit neuestem federnde Metallröhren. Leider kann man damit nicht allzu viel schaukeln.
Der erste Schaukelstuhl wurde erstmals 1620 erwähnt, und zwar in Massachusetts. Er nannte sich damals „Shaker“-Schaukelstuhl. Shake ist englisch und heißt so viel wie schütteln, in dem Fall ist wohl das Durchschütteln gemeint.
Später wurde dann der drehbare Schaukelstuhl von B. Franklin erfunden. Aber wissenschaftlich kann das nicht genau belegt werden. Für sich hatte er auf jeden Fall einen konstruiert. Das war 1780. Sogar Rollen hatte er schon. Damit konnte er diesen hin- und herrollen. Sogar A. Lincoln, US-Präsident, und John F. Kennedy besaßen einen so genannten Shaker-Schaukelstuhl.
Der amerikanische Wissenschaftler N. M. Watson hat sogar festgestellt, dass schwer demenzkranke Menschen das regelmäßige Schaukeln ruhiger macht. Zwischen der Einnahme beruhigender Antidepressiva und der täglichen Dauer des Schaukelns zeigte sich sogar eine Beziehung. Durch das Schaukeln konnte sogar die Medikamentendosis herunter gesetzt werden. Man spricht hier von der Schaukelstuhltherapie. Es ist eine effektive und preisgünstige Alternative, Menschen mit Demenz körperlich zu trainieren und zu stimulieren. Zur gleichen Zeit können verschiedene Schaukler zur selben Zeit durch nur eine Person betreut werden.
Das Schaukeln hängt wohl mit der Stimulation des Gleichgewichtsorgans zusammen. Diese beruhigende Wirkung kennt man noch bei den Kleinkindern.
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